Lappland im Winter mit Kind

unsere Erfahrungen in Levi

Lappland im Winter mit Kind – warum wir uns für -20 Grad (und weniger) entschieden haben

Vor Weihnachten haben wir mit dem Gedanken gespielt, in den Semesterferien nach Lappland zu fliegen. Ganz sicher waren wir uns noch nicht – aber die Idee ließ uns nicht mehr los.

Unter dem Christbaum lag schließlich ein Gutschein für meinen Mann: 3 Nächte im Glasiglu in Levi.

Wir waren 2016 schon einmal in Lappland – damals noch ohne Kind. Levi hat uns schon damals deutlich besser gefallen als Rovaniemi: weniger Trubel, weniger „Santa-Massen“, einfach stimmiger.

Anfang Jänner haben wir gebucht – und plötzlich war klar: Wir verbringen die Semesterferien bei -20 Grad im hohen Norden.

Verschneite Bäume in Levi, Lappland im Winter mit weiter Schneelandschaft und tiefstehender Sonne

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Flug nach Kittilä – Ankommen im hohen Norden

Geflogen sind wir mit Finnair ab Wien über Helsinki nach Kittilä, dem nächstgelegenen Flughafen für Levi.

Mit 7 Jahren ist Mini schon eine erfahrene Reisende. Der Umstieg in Helsinki war unkompliziert, die Stimmung entspannt. Je weiter wir Richtung Norden flogen, desto weißer wurde es unter uns.

In Kittilä steigt man übrigens nicht über einen geschlossenen Gang aus – man geht tatsächlich über das Rollfeld ins Terminal. Das fand Mini deutlich spannender als die Kälte.

Beim Aussteigen schlug uns diese klare, trockene Luft entgegen: -16 Grad.
Nicht unangenehm, nicht beißend – gefühlt nicht viel kälter als daheim in Österreich.

Mietwagen in Lappland – überraschend entspannt

Während die meisten noch auf ihre Koffer warteten, haben wir uns direkt beim Mietwagenschalter angestellt. In Lappland würden wir jederzeit wieder ein Auto nehmen – um flexibel zu bleiben und nicht auf Transfers angewiesen zu sein.

Gebucht hatten wir diesmal direkt bei Alamo. Wir haben uns bewusst für einen Midsize-SUV entschieden – einerseits wegen des Platzes für die Koffer, andererseits wegen der etwas höheren Sitzposition bei winterlichen Straßenverhältnissen. Ein kleineres Auto wäre aber auch kein Problem gewesen.

Über Plattformen wie Sunny Cars wäre ebenfalls eine Buchung mit inkludierter Vollkaskoversicherung möglich gewesen. Da unsere Kreditkarte bereits eine entsprechende Versicherung abdeckt, haben wir uns diesmal dagegen entschieden.

Die Übernahme verlief unkompliziert. Die Straßen waren teilweise schneebedeckt, aber gut geräumt – das Fahren war trotz Winterbedingungen absolut entspannt. 

Nach rund 15 Minuten Fahrt durch verschneite Weite erreichten wir Levi.

Ankommen im Levi Hotel Spa

Unsere erste Unterkunft für zwei Nächte war das Levi Hotel Spa. Von außen wirkt das Hotel modern und gepflegt. Beim Check-in war es überraschend ruhig – wir kamen gegen 18:30 Uhr an.

Unser Zimmer lag nicht im Hauptgebäude, sondern in einem Nebengebäude. Von außen weniger exklusiv, innen aber sauber, großzügig und gut ausgestattet. Wir hatten ein klassisches Doppelbett sowie ein kleines separates Zimmer mit Stockbett – für Familien wirklich angenehm, weil man abends nicht direkt nebeneinander einschläft.

Zusätzlich gab es einen Kühlschrank im Zimmer, was mit Kind sehr praktisch ist. Einen Balkon hatten wir ebenfalls, den wir wegen Schnee und Temperaturen allerdings nicht genutzt haben.

Besonders hilfreich: das große Badezimmer mit integriertem Schranktrockner für nasse Kleidung – bei Minusgraden ein echtes Plus.

Parkplätze gibt es direkt vor dem Gebäude (kostenpflichtig), der Supermarkt und das kleine Zentrum von Levi sind schnell erreichbar.

Da wir nach der Anreise müde waren, sind wir am ersten Abend nur noch kurz einkaufen gefahren und haben im Zimmer gesnackt. Auf dem Rückweg – außerhalb der helleren Ortsbeleuchtung – haben wir dann die ersten Nordlichter als helle Streifen am Himmel gesehen. Kein großes Spektakel, aber definitiv sichtbar.

Ein ruhiger Start – und genau richtig.

Balkon im Levi Spa Hotel in Lappland mit verschneitem Winterausblick und Blick auf die Hotelanlage
Außenansicht des Levi Spa Hotels in Lappland im Winter mit verschneiter Umgebung

Warum wir uns wieder für Levi entschieden haben

Wir waren 2016 schon einmal in Lappland – noch ohne Kind. Levi hat uns bereits damals besser gefallen als Rovaniemi.

Levi ist kein Stadtziel, sondern eher mit einem österreichischen Skigebiet vergleichbar: ein überschaubares Dorf mit allem, was man braucht – Restaurants, Supermärkte, kleine Shops, Aktivitäten und Skipisten –, aber ohne Großstadtgefühl.

Rovaniemi ist dagegen tatsächlich eine Stadt. Für viele ist das Santa-Claus-Village der Hauptgrund für die Reise. Für uns wirkt Levi insgesamt entspannter, ruhiger und weniger überlaufen.

Was wir besonders schön fanden: Der Ort war Anfang Februar noch weihnachtlich beleuchtet. In Kombination mit dem vielen Schnee und der Dunkelheit entsteht eine ganz eigene Stimmung – nicht kitschig, sondern einfach stimmig.

Man kann nahezu alles zu Fuß erreichen, was mit Kind wirklich angenehm ist.

Unser erster voller Tag in Levi

Unser erster voller Tag in Levi zeigte sich von seiner schönsten Seite: strahlender Sonnenschein, klirrende Kälte und diese fast unwirklich weiße Winterlandschaft, die Lappland so besonders macht.

Bobfahren am Berg

Vormittags zog es uns hinauf auf den Berg. Wenn man bei Google nach dem Aussichtslokal Restaurant Tuikku sucht, findet man einen guten Ausgangspunkt: Dort kann man kostenlos parken und direkt in die verschneite Landschaft starten.

Statt Skifahren stand bei uns Bobfahren auf dem Programm. Praktisch: Das Levi Hotel Spa stellt seinen Gästen während des Aufenthalts kostenlose Bobs zur Verfügung. Entlang der Strecke, auf der auch die Ski-Doos unterwegs sind, gibt es genügend Bereiche, die sich perfekt zum Rodeln eignen. Kein großes Setup, kein Ticket – einfach Bob aus dem Auto holen und loslegen. Gerade bei Sonnenschein macht das unglaublich Spaß, selbst für Erwachsene.

Eislaufen im Wald in Levi

Am späten Nachmittag ging es noch zum Eislaufen im Wald – umgeben von Schnee und Bäumen. Mit der einsetzenden Dämmerung und den vielen Lichterketten bekommt das Ganze eine besondere Stimmung. Trotz der Temperaturen war es gut auszuhalten, solange man in Bewegung bleibt. Es gab ein beheiztes Zelt mit Feuerstelle und warmen Getränken, wo man sich zwischendurch aufwärmen konnte.

Wir hatten eine geführte Tour gebucht, bei der die Abholung von Levi und die Ausrüstung bereits inkludiert war. Gerade mit Kind war das sehr entspannt – keine Organisation, keine Suche nach Schlittschuhen oder Helmen, einfach ankommen und loslaufen. Dieses Erlebnis würden wir jederzeit wieder machen! Auch für Anfänger ist die Tour geeignet – Fahrhilfen und sogar Tretschlitten können vor Ort kostenlos ausgeliehen werden.

👉 Die Tour, die wir gemacht haben, findest du hier: Eislaufen im Wald in Levi, gebucht über GetYourGuide.
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Genau solche unkomplizierten Wintermomente machen Levi für uns aus: Man braucht kein durchgetaktetes Programm, vieles ergibt sich ganz natürlich.

Rodelhang in Levi, Lappland mit verschneiter Winterlandschaft und weitem Ausblick
Beleuchteter Winterpfad beim Forest Ice Skating in Levi, Lappland mit verschneiten Bäumen in der Dämmerung

Tagesausflug nach Rovaniemi – Santa Claus Village & Polarkreis

Nach zwei Nächten im Levi Hotel Spa stand der Unterkunftswechsel an. Da wir erst ab 16 Uhr ins Glasiglu einchecken konnten, haben wir den Tag für einen Ausflug nach Rovaniemi genutzt.

Die Fahrt dauert von Levi aus rund zwei Stunden und ist gut machbar. Ziel war das bekannte Santa Claus Village – inklusive Besuch am Polarkreis.

Rovaniemi ist im Vergleich zu Levi deutlich städtischer, und das merkt man auch. Das Weihnachtsmanndorf ist klar auf Besucher ausgerichtet, entsprechend touristisch ist es dort – selbst Anfang Februar.

Der Eintritt ins Dorf ist frei, ebenso das Überqueren des Polarkreises. Man kann den Weihnachtsmann persönlich treffen, allerdings hätten wir selbst in der Nebensaison mit einer Wartezeit von ein bis zwei Stunden rechnen müssen. Das war uns dann ehrlich gesagt zu lang – vor allem mit Kind.

Als Zwischenstopp war es für uns trotzdem interessant, unserer Tochter diesen Ort einmal zu zeigen. Atmosphärisch hat uns Levi insgesamt besser gefallen – ruhiger, entspannter und weniger „Event-Charakter“.

Umzug ins Glasiglu – drei Nächte im Reindeer Manor

Nach dem Ausflug nach Rovaniemi ging es zurück Richtung Levi – diesmal jedoch nicht ins Hotel, sondern etwas außerhalb in den Wald. Unsere nächsten drei Nächte verbrachten wir im Reindeer Manor.

Die Anlage liegt ruhig und abgeschieden im Wald, umgeben von Schnee und Bäumen. Es gibt nur rund ein Dutzend Iglus sowie ein separates Hauptgebäude, in dem morgens das Frühstück serviert wird – mit Blick auf Rentiere, die sich in der Früh ganz selbstverständlich durch den Schnee bewegen.

Beim Betreten des Iglus kam dieses typische „Wow“-Gefühl. Wobei: Im ersten Moment war das Glasdach komplett zugeschneit, was den Effekt etwas dämpfte. Erst nach wenigen Minuten haben wir entdeckt, dass sich das Glas per Knopfdruck beheizen lässt – langsam begann der Schnee zu schmelzen und plötzlich hatte man freien Blick in den Himmel.

Betten, Bad und Whirlpool

Das Iglu selbst ist eher kompakt. Stauraum gibt es wenig – eine Schublade und eine Ecke für die Koffer –, aber für drei Nächte war es für uns absolut ausreichend. Unter dem Glasdach stand das Doppelbett, dahinter Minis Einzelbett, ebenfalls mit guter Sicht nach draußen. Gerade für ein Kind ist das natürlich etwas ganz Besonderes.

Das Badezimmer war überraschend großzügig und gut ausgestattet, inklusive Pflegeprodukten, Föhn und Bademänteln. Zusätzlich verfügt jedes Iglu über einen privaten, nicht einsehbaren Whirlpool im Außenbereich.

In der ersten Nacht war der Himmel leider bewölkt, es hat geschneit. Aber in der zweiten Nacht hatten wir dann tatsächlich Glück – und konnten die Nordlichter direkt vom Bett aus beobachten. Mitten in der Nacht, ohne Jacke, einfach nur im Warmen liegend und nach oben blickend.

Ich sage es ganz ehrlich: Das war einer dieser Momente, die man nicht vergisst.

Du kannst im Reindeer Manor auch zu Abend essen, stell dich aber auf eine gehobenere Preiskategorie ein.

Reindeer Manor mit Glasiglu in Levi, Lappland im Winter bei Nacht mit warm beleuchtetem Holzhaus und verschneiter Umgebung
Glasiglu im Reindeer Manor in Levi, Lappland im Winter mit verschneitem Dach und Eiszapfen
Grüne Nordlichter am Himmel über einem Glasiglu in Levi in Lappland
Glasiglu im Reindeer Manor in Levi, Lappland mit verschneitem Panoramablick durch das Glasdach
Innenansicht eines Glasiglus im Reindeer Manor in Levi in Lappland mit Bett unter dem Glasdach
Reichhaltiges Frühstücksbuffet im Reindeer Manor in Levi in Lappland

Husky- und Rentierschlittenfahrt – zwei sehr unterschiedliche Erlebnisse

Eines unserer Highlights war eine kombinierte Husky- und Rentierschlittenfahrt, angesetzt mit drei Stunden – am Ende waren wir fast vier unterwegs.

Die Husky-Schlittenfahrt – unser klares Highlight

Abgeholt wurden wir beim Crazy Reindeer Hotel in Levi. Von dort ging es zunächst nur für uns drei weiter zu den Huskys – und das war wirklich ein tolles Erlebnis. Die Atmosphäre war ruhig, die Menschen vor Ort unglaublich freundlich und spürbar liebevoll im Umgang mit den Tieren. Uns wurden alle Hunde gezeigt – rund 80 an der Zahl – und man hatte ausreichend Zeit, Fragen zu stellen und die Tiere kennenzulernen.

Nach einer kurzen Einweisung fuhr mein Mann selbst den Schlitten, während Mini und ich vorne saßen. Man fährt eigenständig, lediglich ein Ski-Doo fährt vorneweg zur Orientierung und für den Notfall. Die Strecke war etwa zwei Kilometer lang – landschaftlich wunderschön und für uns genau richtig. Danach durften wir die Hunde noch lange und ausgiebig streicheln, was besonders für Mini natürlich ein Highlight war.

Wenn wir es noch einmal machen würden, würden wir eine reine Husky-Tour buchen – ohne Kombination mit einer weiteren Aktivität.

👉 Die Husky-Tour, kannst du auch separat buchen. Und ich empfehle dir explizit diese hier, denn die Leute dort waren extrem freundlich und tierlieb! Du findest du hier: Selbstfahrende Husky-Schlittenfahrt in Levi.
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Die Rentierschlittenfahrt – unsere ehrliche Einschätzung

Nach der Husky-Tour ging es zurück Richtung Levi, wo wir noch weitere Teilnehmer einsammelten – insgesamt waren wir dann zu acht für die Rentierschlittenfahrt.

Hier war das Erlebnis für uns deutlich anders.

Wir wurden zu einem Haus eines Samen gebracht, der selbst kein Englisch sprach. Die Schlitten wurden hintereinander gespannt, jeweils ein Rentier davor – und dann ging es im Gänsemarsch durch den Wald. Die Strecke war mit etwa einem Kilometer recht kurz, die Rentiere liefen ihre Runde eher mechanisch ab. Wir mussten nichts dazu beitragen, selbst der Same kam nicht mit uns mit.

Für uns wirkte dieser Teil der Tour mehr wie eine Pflichtstation als wie ein echtes Erlebnis. Das Füttern der Rentiere im Gehege im Anschluss war ein schöner Moment, ebenso das Aufwärmen in der Kota bei heißen Getränken.
Da uns die Rentierschlittenfahrt nicht überzeugen konnte, empfehle ich dir unsere gebuchte Kombi-Tour nicht weiter, sondern nur wie oben verlinkt die Husky-Tour.

Zum Abschluss schlug unser Guide noch vor, gemeinsam auf den zugefrorenen See zu gehen – das war wiederum richtig schön und ein gelungener Abschluss, bevor es zurück nach Levi ging.

Huskys in Levi in Lappland im Winter vor einer Schlittenfahrt
Familie auf einer Rentierfarm in Levi in Lappland im Winter zwischen Rentieren
Rentierschlittenfahrt in Levi in Lappland im verschneiten Winterwald

Arctic Village – ein komplettes Gebäude aus Schnee

Am Tag vor der Heimreise sind wir rund 40 Minuten von Levi ins sogenannte Arctic Village gefahren. Die Anlage wird jedes Jahr im November neu aufgebaut und besteht komplett aus Schnee und Eis – im Prinzip ein ganzes Gebäude aus gefrorener Architektur.

Der Eintritt lag bei 66 Euro für uns drei, bezahlt haben wir direkt vor Ort. Als wir dort waren, war es überraschend ruhig – fast keine Besucher.

Drinnen erwarteten uns verschiedene Schnee- und Eisskulpturen, eine Eisbar, eine Eisrutsche und mehrere kunstvoll gestaltete Räume. Alles wirkte beeindruckend massiv, obwohl es jedes Jahr neu entsteht und im Frühling wieder verschwindet.

Gerade weil es nicht überlaufen war, konnten wir uns alles in Ruhe anschauen. Für uns war es definitiv sehenswert – ein ganz anderes Erlebnis als die klassischen Outdoor-Aktivitäten und eine spannende Ergänzung. Rund zwei Stunden haben wir dort verbracht.

Eisfigur in einer Ausstellung im Arctic Village in Levi in Lappland

Abschied vom Glasiglu – schwerer als gedacht

Die letzten beiden Nächte im Iglu waren tatsächlich die, auf die wir gehofft hatten: klare Sicht, sternenklarer Himmel – und Nordlichter, die förmlich über uns explodierten. Grün leuchtend, bewegend, intensiv. Und das alles vom Bett aus.

Solche Momente vergisst man nicht.

Vielleicht fiel uns deshalb der Abschied besonders schwer. Mini wollte am liebsten gar nicht mehr nach Hause – inklusive ein paar Tränen beim Packen. Und ehrlich gesagt: Wir hätten es auch noch länger ausgehalten.

Der Check-out war um 11 Uhr. Danach sind wir noch einmal kurz nach Levi gefahren, haben im Supermarkt ein paar Kleinigkeiten besorgt und sind weiter zum Flughafen Kittilä. Das Auto war schnell retourniert, der Flughafen klein und übersichtlich.

Der Rückflug hatte allerdings Verspätung. In Helsinki wurde es kurz spannend, weil wir unseren Anschluss fast verpasst hätten. Am Ende hat alles geklappt – aber der Puls war definitiv höher als bei der Anreise.

Unser Fazit zu Lappland mit Kind

Lappland im Winter ist kein klassischer Urlaub. Es ist kalt, es ist dunkel – und genau das macht es besonders.

Für uns war die Reise überraschend entspannt. Levi ist überschaubar, vieles ist fußläufig erreichbar und man kann gut zwischen Aktivitäten und ruhigen Momenten wechseln.

Das Glasiglu war das emotionale Highlight. Die Husky-Tour würden wir sofort wieder machen, die Rentierfahrt eher nicht unbedingt. Rovaniemi war interessant zu sehen, atmosphärisch hat uns Levi jedoch besser gefallen.

Und wenn ein siebenjähriges Kind am Ende nicht mehr nach Hause möchte, sagt das eigentlich alles.

Häufige Fragen zu Lappland im Winter mit Kind

Wie kalt war es in Lappland?

Bei unserer Ankunft hatten wir -16 Grad. Im Laufe unserer Woche hatten wir von -7 Grad bis -27 Grad alles dabei. Mit der richtigen Kleidung ist das aber absolut gut machbar – die Kälte fühlt sich durch die trockene Luft oft weniger unangenehm an als gedacht. Worauf wir beim Packen geachtet haben, zeige ich in einem eigenen Beitrag noch genauer.

Wie viel kostet eine Lappland-Reise mit Kind?

Kurz gesagt: Es ist kein günstiger Urlaub. Flüge, Unterkünfte – vor allem ein Glasiglu – und Aktivitäten summieren sich schnell. Gleichzeitig bekommt man aber auch besondere Erlebnisse, die man so nicht oft hat. Unsere konkreten Kosten und eine ehrliche Einschätzung, wo man sparen kann (und wo nicht), findest du bald in einem eigenen Artikel.

Ist Levi mit Kind geeignet?

Aus unserer Sicht: Ja. Levi ist überschaubar, vieles ist fußläufig erreichbar und man kann Aktivitäten gut mit ruhigen Momenten kombinieren. Im Vergleich zu Rovaniemi wirkt Levi deutlich entspannter und weniger städtisch.

Braucht man in Levi ein Mietauto?

Wir würden es empfehlen. Der Flughafen Kittilä ist zwar nur rund 15 Minuten entfernt, aber mit Auto ist man flexibler – gerade für Ausflüge oder Touren außerhalb des Ortszentrums. Die Straßen waren trotz Schnee gut und problemlos befahrbar.

Wo haben wir Flüge, Hotels, Auto und Ausflüge gebucht?

Die Flüge haben wir bei Finnair gebucht.
Das Levi Hotel Spa haben wir über Expedia reserviert und das Glasiglu direkt bei Reindeer Manor über deren Website.
Das Auto bei Alamo und die Ausflüge bei GetYourGuide.

Wann würde ich von einer Lappland Reise mit Kind abraten?

Eigentlich gar nicht – aber es gibt ein Alter, vor dem ich persönlich vielleicht zurückgeschreckt hätte: dem Trocken-Werden. Fängt dein Kind gerade an, trocken zu werden ist Lappland im Winter vielleicht nicht die beste Wahl mit dem ständigen An- und Ausziehen.

Lust auf Lappland? Hier gibt’s Tipps zum Packen

🧡 Kinder Packliste für den Skiurlaub
🧡 Wie man Packwürfel richtig verwendet

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